Europäischer Gerichtshof zur Leihmutterschaft

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Thema: Leihmutterschaft Auslandsadoption

Personen / Institutionen: Bundesamt für Justiz

09.02.2017, letzte Aktualisierung am 20.02.2017
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat sich in der Entscheidung vom 24. Januar 2017 (Paradiso and Campanelli vs. Italy 25358/12) erneut zu Rechtsfragen im Zusammenhang mit Leihmutterschaft geäußert.

Ein italienisches Paar hatte in Russland die Dienste einer Leihmutter in Anspruch genommen. Das von dieser ausgetragene und absprachegemäß an die Bestelleltern übergebene und nach Italien verbrachte Kind hat zu den Bestelleltern keine biologische Verbindung. Das Kind wurde ihnen weggenommen und mit dem Ziel einer Adoption in einer Pflegefamilie untergebracht.

Der Gerichtshof sah in dieser Maßnahme mit Blick auf die fehlende genetische Verbindung des Kindes zu den Bestelleltern und der nur kurzen Verweildauer in deren Obhut keine Verletzung von Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Die Entscheidung kann über diese Seite des Bundesamtes für Justiz aufgerufen werden

Quelle: Bundesamt für Justiz - Veröffentlichung am 31.Jan. 2017