Beratung in Erziehungsstellen - Eine qualitative Untersuchung zu Beratungserfahrungen von MitarbeiterInnen

Der vorliegende Bericht ist Teil eines umfassenden Forschungsprojekts, in dem die Unterbringung von 154 jungen Menschen in Erziehungsstellen längsschnittlich untersucht wird. Die allgemeine Fragestellung der Untersuchung lautet:
„Welchen spezifischen Beitrag leistet die Erziehungsstelle (als Verbund von Erziehungsstellen-Familie, trägerintegriertem Fachdienst und Beratung der Herkunftsfamilie) zur Verwirklichung stabiler, kontinuierlicher, sicherer und förderlicher Lebens- und Entwicklungsbedingungen für die ihr anvertrauten jungen Menschen? Worin unterscheidet sie sich somit von anderen Formen der Fremderziehung, wo liegen ihre Chancen und Grenzen?“

Inhalt:

1. Einleitung und Hintergrund: Die Erziehungsstellen-Studie

2. Fragestellung

3. Zum methodischen Vorgehen

3.1 Auswahl der Fälle
3.2 Fallübersichten
3.3 Leitfaden
3.4 Feldzugang / Kontaktaufnahme / Absagen
3.5 Interviewdurchführung, Protokoll und Transkript
3.6 Auswertung
3.6.1 Schritte der Auswertung
3.6.2 Codierung auf drei Ebenen
3.6.3.Fallkontrastierung und Typologie der Beratungsverständnisse

4. Beobachtungen „im Feld“ und bei der Interviewauswertung

5. Ergebnisse

5.1 Aufgabenfelder des Fachdienstes und Unterstützungserfahrung
5.1.1 Am Anfang ….. und dann später
5.1.2 Beratung als Routine?
5.1.3 Schnelle unbürokratische Hilfe / Betreuungsentlastung
5.1.4 Sicherheit und Rückhalt in schwierigen Situationen
5.1.5 Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie
5.1.6 Pädagogische Arbeit mit dem jungen Menschen
5.1.7 Vermittlung von anderen Fachdiensten und Therapeuten
5.2 Beziehung zwischen Beraterin und Mitarbeiterin
5.2.1 Idealbilder
5.2.2 Wechsel der Beraterin
5.3 Themen und Inhalte der Beratungsgespräche
5.3.1 Der junge Mensch
5.3.2 Die Herkunftsfamilie
5.3.3 Reflexion eigener Verhaltensweisen, Gefühle und Einstellungen
5.3.4 Die Beziehungsdynamik in der Erziehungsstelle
5.4 Fachliche Unterstützung neben dem Fachdienst
5.4.1 „Das Gefühl haben, die wissen, was man durchmacht“ – Austausch mit anderen Erziehungsstellen
5.4.2 Kollegiale Kontakte zwischen einzelnen Erziehungsstellen
5.4.3 Supervision und Therapie
5.5 Probleme im Beratungskontext
5.5.1 Beratungsstile und Beraterpersönlichkeit
5.5.2 Trägerbedingte Hemmnisse
5.5.3 Dienstaufsicht - Fachaufsicht – Fachberatung - Kollegin
5.5.4 „Bist du meine Therapeutin?“ - Institutionelle Verstrickungen

6. Schlüsselkategorien und grundlegende Dimensionen
Respekt (taktvoll – verständnislos - grenzüberschreitend)
Perspektive (focussierend – reflektierend)
Rückhalt (stützend – fordernd)
Freiheitsgrade (abhängig – unabhängig – verstrickt)

7. Heuristische Modelle von Beratungsverständnissen -

8. Fallkontrastierung

9. Zusammenfassung

10. Literatur

Anhänge

Anhang 1: Interview mit Verantwortlichen in Erziehungsstellen 56
Anhang 2: Codierung
Anhang 3: Themen der Beratungsgespräche (Ergebnisse der schriftlichen Befragung der Fachdienste)
Anhang 4: Clusteranalyse zur Typenbestimmung: Funktionen von Erziehungsstellen
Anhang 5: Fallkennzeichnung anhand von Beispielzitaten als Grundlage der Fallkontrastierung

Die Arbeit umfasst 62 Seiten.

Hier können Sie den kompletten Forschungsbericht einsehen


Kategorien

Inhalte: Beratung Erziehungsstelle

Artikeltyp: Forschungsberichte

Autor / Referent: Matthias Moch