50 Jahre terre des hommes

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Thema: Adoption Auslandsadoption

Personen / Institutionen: Terre des hommes

06.01.2017
Terre des hommes fördert Projekte zur Unterstützung von Kindern weltweit und ist in Deutschland besonders bekannt geworden durch die Vermittlung von Kindern zur Adoption in den Jahren 1967 bis 1994.

Aus der Webseite von terre des hommes

Dass die Arbeit für verlassene Kinder bereits in der Gründungszeit von terre des hommes eine wichtige Rolle spielte, ist kein Zufall. Im Juni 1967 landete erstmals ein Flugzeug mit kriegsverletzten Kindern aus Vietnam in Deutschland. Organisiert hatten die Luftbrücke ehrenamtliche terre des hommes-Mitarbeiter. Weitere Flüge folgten. Schon bald erkannten die Aktivisten der damaligen Zeit, dass eine Luftbrücke für die medizinische Betreuung von kriegsverletzten Kindern allein nicht reichte. Viele Kinder hatten ihre Eltern und Angehörige verloren. So begann man damit, deutsche Eltern zu suchen, die bereit waren, vietnamesische Waisenkinder zu adoptieren. Damit betrat terre des hommes Neuland, denn mit Auslandsadoptionen hatte in der Bundesrepublik bis dahin kaum jemand Erfahrung.

Im Jahre 1994 machte terre des hommes abermals Schlagzeilen mit dem Thema, als die Mitgliederversammlung des Vereins beschloss, die aktive Vermittlungsarbeit einzustellen. In der Öffentlichkeit wurde diese Entscheidung teilweise kritisch kommentiert, denn in den zurückliegenden 27 Jahren hatte terre des hommes immerhin mehr als 2.800 Kinder aus Vietnam, Indien, Südkorea, Kolumbien und den Philippinen nach Deutschland vermittelt.
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Terre des hommes hat zur damaligen Arbeit eine Broschüre erarbeitet, die erläutert, warum der Verein 1967 die Adoptionsarbeit aufnahm und nach 27 Jahren wieder aufgab. Hier wird auch beschrieben, wie wichtig die damalige Arbeit für die Qualität der Auslandsadoptionen insgesamt war.

Broschüre